Das Gemeindeamt in Raaba-Grambach © KK

Raaba-Grambach: SPÖ pocht abermals auf die Absolute

Bürgermeister Karl Mayrhold will die Absolute halten, für die anderen heißt es offenbar: Alle gegen die SPÖ. Neos und Grüne gehen mit neuem, jungen Team in den Wahlkampf und wollen im Gemeinderat mitbestimmen.

Von Moritz Linni | 16.00 Uhr, 29. Februar 2020

Die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Raaba und Grambach zu einer ist immer noch ein Thema, das – vor allem vor einer Kommunalwahl – seine Runde macht. So wirft etwa der neue FPÖ-Spitzenkandidat Markus Sackl der SPÖ und der ÖVP vor, sich in den vergangenen Jahren nur um einen Ortsteil gekümmert zu haben. Grambach sei in seinen Augen zu stark vernachlässigt worden. Für Sackl ist eben dies „eine der wesentlichsten Baustellen“ in der Gemeinde.

Beim absoluten Wahlsieger von 2015, der SPÖ, steht diese „Grenze im Kopf“ indes ganz oben auf der Prioritätenliste. Bürgermeister Karl Mayrhold will außerdem die absolute Mehrheit wieder erreichen – mit einer Liste, „die an einigen Positionen verändert wurde“, so der Politiker. Bei der letzten Wahl im Jahr 2015 kamen die Sozialdemokraten auf knapp 51 Prozent der Stimmen.

ÖVP: „Nicht jeder kann mit Macht umgehen“

Bei der ÖVP kandidiert Adi Kohlbacher wieder auf Platz eins. Mit einer „neu aufgestellten Liste“ will man der SPÖ die Absolute streitig machen, weil, so Kohlbacher mit Wink in Richtung Bürgermeister-Partei, nicht jeder damit umgehen könne. „Ziel muss es daher seitens der Volkspartei sein, ein oder zwei Mandate dazu zu gewinnen.“

Neuer grüner Wind

Bei den Grünen gibt es ein neues Gesicht an der Spitze der Ortsgruppe. Nachdem der bisherige Grüne Einzelkämpfer im Gemeinderat Florian Toth im September 2018 „wie die Jungfrau zum Kind“ zu seiner Funktion gekommen war, übergibt er das Zepter nun an Stefan Böhm. Der gebürtige Deutsche lebt seit 20 Jahren in Österreich und hat nun „endlich Zeit, sich der Politik zu widmen“ wie er meint. Mit zwei neuen Leuten auf den beiden vorderen Listenplätzen wurde die alte Garde der Grünen in Raaba-Grambach erweitert. Ziel: von aktuell einem Mandat auf zwei erhöhen.

Neos wollen in den Gemeinderat

Bei der letzten Wahl hat es für die Neos nicht für den Einzug gereicht. 53 Stimmen (2,6 Prozentpunkte) waren zu wenig. Selbstbewusst gibt sich die Partei, unter der Neo-Führung von Wolfgang Rostek, allerdings bei dieser Gemeinderatswahl. Sein Team ist ein gänzlich neues und besteht aus drei Personen. „Ziel muss natürlich der Einzug in den Gemeinderat sein“, so der politische Newcomer. Auch für die anderen beiden auf seiner Liste sind es die ersten politischen „Gehversuche“.